Bis 200 Euro reicht der vereinfachte Spendennachweis zur Vorlage beim Finanzamt (siehe Formulare)
Trotz der Wirtschaftskrise ist die Bereitschaft der SZ-Leser, armen, kranken
und behinderten Menschen zu helfen, weiterhin hoch: Auch bei der 61. Hilfsaktion des „Adventskalenders für gute Werke der Süddeutschen Zeitung“ sind wieder mehr als fünf Millionen Euro an Spenden eingegangen. mehr ...
Philipp hatte ein inniges Verhältnis zu den Zwillingen. Die sind vor einem Jahr auf die Welt gekommen, und sie sind, sobald sie krabbeln konnten, immer
zu ihrem großen Bruder gekommen. mehr ...
Sie sagen, sie wollen nicht jammern, denn irgendwie gehe es schon. Peter
und Franziska Müller (Namen geändert) klingen ein wenig stolz, wenn sie
das so sagen: Nicht jammern, trotz Hartz IV. mehr ...
Es war mitten in der Nacht. Maria Koch ist aufgewacht, weil ihr Mann geschnarcht hat. Soll er doch rübergehen ins Wohnzimmer, hat sie sich gedacht, wie man eben so denkt, wenn man aus dem Schlaf gerissen wird. mehr ...
Dass Wünschen hilft, daran glaubt Anneliese W. schon lange nicht mehr. Ist doch gerade ihr dringendster Wunsch nicht in Erfüllung gegangen: Ihre Tochter möge das Krebsleiden überleben. mehr ...
Die tiefbraunen Augen von Zahra A. scheinen wach zu blicken. Doch der erste Eindruck täuscht. Die Demenz hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter in Gehirn und Geist der 86-Jährigen vorgewagt. mehr ...
Wenn die Rente nicht zum Leben reicht, müssen alte Menschen auf vieles
verzichten: Ein Zeitungs- oder Zeitschriften-Abo, den Haarschnitt vom
Friseur. Sie sparen an warmer Kleidung, haben kein Geld für einen neuen
Fernseher oder einen bequemen Sessel. Ein kleiner Ausflug in die Münchner Umgebung oder ein Nachmittag im Café, um unter Leute zu kommen, ist dann unerschwinglich. mehr ...
Vier Jahre ist die Scheidung her, aber unter den Folgen leiden Selin
M. und ihre drei Kinder heute noch. Der Mann lehnte nach der Trennung
jeglichen Kontakt mit den Kindern ab, Unterhalt zahlt er nicht. mehr ...
Es war ein langgehegter Traum, den Dagmar M. (Name geändert) so gerne verwirklicht hätte: Die 55-jährige Mutter wollte wenigstens einmal gemeinsam mit ihrem zwölfjährigen Sohn in Urlaub fahren. mehr ...
Gerade ist Aylin M. 40 Jahre alt geworden, aber zum Feiern ist ihr
nicht zumute. Leisten könnte sie sich das ohnehin nicht, denn Aylin
M. ist alleinerziehende Mutter einer elfjährigen Tochter. mehr ...
„Wollen Sie mal sehen?“, fragt Said und deutet auf eine unsichtbare
Stelle unter den Haaren: „Da liegt das Ventil.“ Der 15-Jährige erklärt
wie ein Profi seine Krankheit: Hydrocephalus, ein Wasserkopf –
daher das Ventil, das den Überdruck im Kopf reguliert. mehr ...
Sie hatten Glück, dass ihr Vermieter gleich zwei Zimmer unterm Dach zur
Verfügung stellte. Keine Heizung gab es dort, aber zumindest so viel Platz,
dass sie nicht zu fünft in drei Zimmern wohnen mussten. mehr ...
Die Zettel hängen im Essbereich, beim Treppenaufgang, im Kinderzimmer:
„keine Ausdrücke“ steht darauf, „den Lichtschalter nur einmal bedienen“,
„kein Türenknallen“. Wenn Susanne B. nicht zum tausendsten Mal eine
Regel aussprechen möchte, zeigt sie aufs Papier und Bernhard weiß, was seine
Pflegemutter von ihm erwartet. mehr ...
Immer wieder wecken Schlagzeilen die gleichen Ängste. Herzinfarkt! Schlaganfall! Krebs! Es ist die Angst davor, einemerbarmungslosen
Schicksal ausgeliefert zu sein, die Angst vor dem Unabänderlichen.
Allem medizinischen Fortschritt zum Trotz hat Krankheit nichts
von ihrem Schrecken verloren, weil sich das Leben ihr unterwerfen muss. mehr ...
Als ob die Kälte nicht schon genug wäre, soll es nun auch noch feucht werden.
Die Nässe kriecht in jeden Handschuh, durch drei Paar Socken und den Schlafsack. An solchen Tagen stehen die ersten bereits um halb sechs vor dem Tor der Abtei St. Bonifaz. mehr ...
Marion Berger sagt, sie habe alles versucht, um eine größere Wohnung
zu finden. Vergeblich. Immer wieder wurden sie abgelehnt von den
Vermietern. mehr ...
Vermutlich geht alles streng nach Recht und Ordnung. Und das sieht nun mal vor, dass Aleksic S. zusammen mit der Mutter seiner beiden Kinder in einem Zimmer leben muss. 16 Quadratmeter, seit drei Jahren. mehr ...
Weihnachten? Maria Schiefer (Name geändert) zuckt mit den Schultern. Eine abweisende Bewegung, als wolle sie einen unangenehmen Gedanken schnell loswerden. mehr ...
In der kleinen Giesinger Wohnung von Edith K. fehlt es an vielem.
Die Wände sind grau, das Sofa in der Küche ist zerschlissen. Am
meisten geht der 87-Jährigen ein Radio ab. mehr ...
Ihre Wohnung im achten Stock verlässt Anna W. nur, wenn sie ins
Krankenhaus gebracht wird. Weil der Lift in der siebten Etage endet,
hatte die 85-Jährige schon lange keine Chance mehr, nach draußen zu
gelangen. mehr ...
Im Fernsehen läuft Werbung, es geht um eine Familie und ihre neue Küche,
die angeblich so günstig ist, dass viel Platz bleibt „für andere Träume“. Harald
Schefer (Name geändert) hört gar nicht hin, er ist mit der Fernbedienung
beschäftigt, die kaum mehr funktioniert, da ist der Spot schon vorüber. mehr ...
Eine schwerbehinderte Frau im Rollstuhl mit Kind – manchen
Menschen erscheint das offenbar so ungewöhnlich, dass sie beide unverhohlen
anstarren. Aber Kathleen S., 29, von Geburt an behindert, ist selbstbewusst
genug, um zu sagen: „Ich muss mich doch nicht verstecken.” mehr ...
Mit einem Satz springt Maya in die Arme von Thomas D., 38, und verkündet:
„Papa, ich habe meine Hausaufgaben fertig.“ Jetzt möchte sie „etwas Süßes“.
Nein, sagt der Vater, „um diese Uhrzeit gibt es keine Schokolade mehr,
es gibt bald Abendessen“. mehr ...
Es sind Schrecken und Schmerz, beides hat sie von sich weggedrückt, weit
weg. Wenn sie überhaupt darüber spricht, dann hört es sich an, als erzähle
sie von den Erlebnissen einer anderen Person. „Nach drei Monaten war das Problem da“, sagt sie, und dass sie zu diesem Zeitpunkt im fünften Monat schwanger war. mehr ...
Robert kommt nur ins Zimmer, weil seine Mutter ihn darum bittet. Er bleibt
auf Abstand, geht ohne die Fremden anzusehen zum Keyboard und spielt so leise, dass nur er die Töne zu hören vermag. Robert ist Autist. mehr ...
Lilli deutet auf ihren Handrücken. „Da ist das Blut rausgekommen.“ Es habe
ein bisschen gepiekst, erzählt die Fünfjährige, aber Lillis Mama hat ihrer
Tochter erklärt, warum der Arzt das Blut braucht. Um es zu untersuchen für
die Operation. mehr ...
Mehmet robbt über den Boden und schiebt einen Schemel vor sich her. Das
Holz ist seine Stütze und sein Spielzeug zugleich. Flott ist der Neunjährige, den
die Mutter „meine kleine Maus“ nennt. Er rumpelt durch den Flur, poltert ins
Wohnzimmer, wo sein Vater neben dem jüngsten Familienmitglied auf dem Boden sitzt. mehr ...