SZ Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung

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11.12.2009

Mit drei Jobs kämpft die Mutter um das Überleben der Familie

Vier Jahre ist die Scheidung her, aber unter den Folgen leiden Selin
M. und ihre drei Kinder heute noch. Der Mann lehnte nach der Trennung
jeglichen Kontakt mit den Kindern ab, Unterhalt zahlt er nicht.



Doch Selin M. hat trotz der schwierigen Situation nicht aufgegeben, sondern arbeitet, so viel sie kann, um nicht auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen zu sein. „Ich habe drei Jobs“, erzählt sie. Als Teilzeitkraft kümmert sie sich um die Küche in einem Kindergarten, daneben übernimmt sie Hausmeisteraufgaben und geht auch noch putzen. Mit ihren drei Kindern lebt sie in einer engen Mansardenwohnung, ist psychisch oft ziemlich erschöpft.
Sie sorgt sich um ihren älteren Sohn, der noch keine Arbeit gefunden hat, während der jüngere eine Lehre absolviert. Doch auch mit dessen Einkommen zusammen lebt die Familie an der Grenze zu Hartz IV; die Tochter geht noch zur Schule. Wenn die Kinder ins Kino wollen, muss die Mutter, so schwer es ihr fällt, die Kinder vertrösten, „vielleicht im nächsten Monat, schauen wir mal“. Eigentlich sollte sie gleich nein sagen, denn das Geld muss sich Selin M. gut einteilen, „alles ist teuer, auch die Miete“. Und im nächsten Monat sieht es nicht anders aus. Der älteste Sohn hat kein Bett, sondern nur eine Matratze auf dem Boden, die Tochter muss ins Freizeitheim gehen, um dort Bewerbungen zu schreiben, weil die Familie keinen Computer besitzt. Selin M. würde gerne ihren krebskranken Vater in der Türkei noch einmal sehen, aber selbst einen Billigflug kann sie sich nicht leisten.

Wer helfen will, wird um ein Geldgeschenk gebeten, das überwiesen oder Montag bis Donnerstag von 9.30 bis 18 Uhr sowie Freitag und Samstag von 9.30 bis 16 Uhr im SZ-Servicezentrum, Fürstenfelder Straße 7, eingezahlt werden kann.

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„Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung e. V.“ Stadtsparkasse München
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(SZ vom 11.12.09)